Musiktherapie in der Schwangerschaft

In diesem Kurs erleben die Schwangere und das ungeborene Kind ein Ort der Ruhe, des Hörens, der bewussten Atmung, der Stille, des Singens und des Musizierens. 

 

Beim Singen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Ihm wird eine Antistresswirkung bei Mutter und Kind zugeschrieben. Zudem gilt es als Bindungshormon, da Oxytocin messbar die mütterliche Einstimmung auf das Kind und seine Bedürfnisse fördert und insgesamt die Bereitschaft zur sozialen Interaktion erhöht. Neben den prosozialen Wirkungen stabilisiert das Hormon die Atmung, hemmt Entzündungen und fördert das Gedeihen des Säuglings durch verbesserte Nahrungsverwertung im Verdauungstrakt. Singen ist heilsam, da sich dadurch das Hormon Oxytocin in alle Körperregionen ausbreitet und Einfluss auf Blutdruck, Herzfrequenz und sogar das Aggressionsverhalten nimmt und hilft, Stress abzubauen.

 

Sobald die Mutter spricht oder singt, erreicht das Kind eine Hörempfindung, gleichzeitig spürt es die Bewegungen des Zwerchfells. Die Körperlage der Mutter - ob sitzend, laufend oder liegend - hat Einfluss darauf, wie der Fetus die Stimme wahrnimmt. Auch spürt der Fetus den momentanen mütterlichen emotionalen Zustand, da sich dadurch nicht nur die Stimme, sondern auch der Herzschlag, die Atmung und das hormonelle Umfeld der Mutter verändert. 

 

Was das Kind im Mutterleib erlebt und hört, empfindet es dann, wenn es auf der Welt ist, als vertraut. In manch schwierigen, schmerzhaften und sehr anstrengenden Phasen kann dies Mutter und Kind gleichermaßen beruhigen sowie Nähe und Vertrautheit schaffen.

 

In der Schwangerschaft erleben Frauen, wie sie zu Müttern werden. Die Beziehungsgestaltung zur eigenen Mutter (oder einer anderen Bezugsperson) ist oft das einzigste Konzept, was eine werdende Mutter erlebt hat. Nicht immer möchte die Schwangere dieses Konzept übernehmen. Das Wissen und das Erleben darum, wie die Beziehung zur eigenen Mutter ist, hilft, die Beziehung zum eigenen Kind anders und neu zu gestalten. Dies ist nur möglich, wenn die Schwangere sich selbst in der eigenen Mutter-Kind-Beziehung wahrnimmt. Aus dieser Auseinandersetzung und Selbstwahrnehmung mit Hilfe von Musik(therapie) können neue Aspekte und Möglichkeiten in der Beziehungsentwicklung zum eigenen Kind entstehen.

 

 

 

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